
Psychische Gesundheit Beschwerden einordnen, Hilfe finden
Direkt zum Thema

„Psychische Gesundheit ist ein Zustand des Wohlbefindens, in dem ein Mensch seine Fähigkeiten ausschöpfen und normale Lebensbelastungen bewältigen kann.“
Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Das erwartet Sie hier
Verständlich aufbereitete Informationen zu psychischen Erkrankungen, Selbsttest und Hilfestellen, damit Sie Hilfe finden, wenn Sie sie brauchen.
Wissen
Infos zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Sucht, ADHS, Burnout etc.
Selbsttests
Anerkannte Tests zur Einordnung von Beschwerden wie PHQ-9 (Depression) und GAD-7 (Angststörungen).
Hilfestellen
Anonyme Beratungsstellen, Online-Hilfe, Kliniksuche nach Erkrankung, Region und Kostenträger.
Anonym informieren
Alle Inhalte und Tools sind ohne Anmeldung und Speicherung nutzbar.
In der Krise
Rund um die Uhr erreichbar
Telefonseelsorge, rund um die Uhr und kostenlos.
Quellenbasiert
Geprüft nach Leitlinien
- DGPPN
- RKI
- WHO
- BZgA
- AWMF
- Cochrane
Wo stehen sie gerade?
Brauchen Sie selbst Hilfe oder jemand anderes?
Wenn sich Gedanken, Gefühle oder Verhalten verändern, entsteht oft Unsicherheit – bei Betroffenen und Angehörigen. Hier finden Sie Informationen und Wege zur Unterstützung.

Für dich
Ich habe Beschwerden
Beschwerden einordnen und wissen, wo Sie Hilfe finden können.

Für Angehörige
Ich sorge mich um jemanden
Symptome verstehen und wissen, ob und was Sie als Angehörige:r tun können.

Konkret
Ich suche eine Klinik
Passende Einrichtungen nach Erkrankung und Region finden.
Schritt für Schritt
Informieren, verstehen, einschätzen, Hilfe finden
Informieren
Bekommen Sie einen Überblick
Informieren Sie sich auf der Themenseite über die vermutete Erkrankung, über Ursachen, Symptome, Verlauf und Behandlung.
Verstehen
Schätzen Sie sich selbst ein
Anonyme, anerkannte Fragebögen bewerten Symptome und geben eine Einschätzung, ob Sie ggf. professionelle Hilfe benötigen.
Handeln
Finden Sie die passende Hilfe
Von der Beratungsstelle in Ihrer Nähe über Selbsthilfegruppen bis zur Klinik – wir zeigen Ihnen geeignete Anlaufstellen.
Welche psychische Erkrankung interessiert Sie?
Wir haben die am häufigsten vorkommenden psychischen Erkrankungen verständlich für Sie aufbereitet.
Da bestimmte Symptome bei verschiedenen Erkrankungen vorkommen, haben wir die Themen gut untereinander verlinkt.
Mehr als Traurigkeit: anhaltende Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Interessenverlust über mind. 2 Wochen.
Übermäßige, anhaltende Ängste, die den Alltag einschränken – von Panikattacken bis zur generalisierten Angst.
Ein Zustand tiefer Erschöpfung durch anhaltenden Stress, meist im Arbeitskontext. Keine psychische Erkrankung, aber ein Syndrom.
Abhängigkeiten von Alkohol, Medikamenten oder Drogen und Verhaltenssüchte wie Glücksspiel oder Online-Sucht.
Wenn belastende Erlebnisse den Alltag weiter begleiten – in Gedanken, Gefühlen und im Schlaf.
Magersucht, Bulimie oder Binge Eating: Wenn Essen, Gewicht und Körperbild
Alltag, Gefühle und Selbstbild bestimmen.
Beschwerden einschätzen, passende Hilfe finden
Anonyme Selbsteinschätzung und Kliniksuche
Selbsttests
Wissenschaftlich anerkannte Fragebögen für eine erste Einordnung von Symptomen. Sie ersetzen keine Diagnose, können aber zeigen, ob ein Gespräch mit einer Fachperson sinnvoll ist.
Depression · 3 Min.
Angst · 2 Min.
Erschöpfung · 4 Min.
Alkohol · 3 Min.
Anonym · kein Login · keine Speicherung
Klinik & Hilfe finden
Finden Sie Kliniken, die zu Ihrer Situation passen – nach Erkrankung, Region und Kostenträger. Geben Sie einen Ort oder eine Postleitzahl ein, alles Weitere stellen Sie auf der Kliniksuche ein.
Ohne Ortsangabe zeigen wir bundesweite Angebote.
Orientierung
An wen kann ich mich wenden?
Bei psychischen Beschwerden, für Krisen und Belastungssituationen gibt es viele Anlaufstellen. Dieser Überblick hilft Ihnen, die passende zu finden
Erste Anlaufstelle
Hausärztin / Hausarzt
– Erste Anlaufstelle bei psychischen Problemen
– Ausschluss körperlicher Ursachen
– Ausstellung von Vermittlungscodes für Facharztüberweisung
Beratung vor Ort
Beratungsstellen – auch online
– Sozialpsychiatrischer Dienst: Beratung telefonisch, vor Ort, ggf. Hausbesuch – für Betroffene und Angehörige
– Psychosoziale Beratungsstellen
– Ambulante psychiatrische Pflege für pflegebedürftige Personen
Ambulante Therapie
Psychotherapeut:in
Termine für ein Erstgespräch können gesetzlich Versicherte über die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (TSS) vereinbaren. Ziel ist die Einschätzung, ob eine zeitnahe Akutbehandlung erforderlich ist.
Akute & stationäre Behandlung
Psychiatrische Klinik
Wenn eine ambulante Therapie nicht ausreicht oder in akuten Krisensituationen. Je nach Klinik gibt es unterschiedliche Optionen:
– Ambulant (Psychiatrische Institutsambulanz PIA)
– Teilstationär (Tagesklinik)
– Vollstationär
Krankheitsbewältigung
Rehaklinik
Mehrwöchige Behandlung bei stärkeren psychischen Belastungen, wenn ambulante Hilfe nicht ausreicht, zur Stabilisierung und schrittweisen Rückkehr in Alltag und Beruf.
Selbsthilfe
Gruppen online und vor Ort
Lokale Suche über Selbsthilfebüros oder NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen). Hier kann man online themenspezifisch recherchieren.
Sie sind nicht allein
Wie verbreitet sind psychische Erkrankungen?
Unsere Welt verändert sich in einem bisher nie dagewesenen Tempo: Globalisierung, Digitalisierung, Veränderungen von Arbeits- und Lebenswelten sowie Krisen verlangen von jedem Einzelnen enorme Anpassungsleistungen. Fehlen Strategien im Umgang mit diesen Herausforderungen können psychische Störungen entstehen. Sie gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in Deutschland.
~ 18 Mio.
Menschen in Deutschland sind innerhalb eines Jahres von einer psychischen Störung betroffen.
Jeder 5.– 6.
erkrankt im Laufe seines Lebens mindestens einmal an einer Depression.
50 %
der Menschen mit psychischen Erkrankungen erleben bereits durch Psychotherapie deutliche Besserungen.
Vorbeugen & stärken
Psychische Gesundheit kann man stärken
Manche meistern schwere Krisen und Belastungen, während andere bereits bei vermeintlich kleineren Problemen psychische Belastungsreaktionen zeigen. Ob ein Mensch resilient ist, d. h. mit belastenden Lebensereignissen gut umgehen kann, oder vulnerabel ist, also anfällig für psychische Erkrankungen, wird durch das Zusammenspiel von biologischen, familiären und sozialen Schutzfaktoren bestimmt. Einige dieser Faktoren können aktiv beeinflusst werden und so zur Stärkung der mentalen Gesundheit beitragen.
„Resilienz beschreibt die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen mithilfe eigener Stärken und Unterstützung aus dem Umfeld zu bewältigen und sich daran weiterzuentwickeln.“
Das Portal im Überblick
Psychische Gesundheit – was dieses Portal leistet.
In den letzten Jahren hat sich der Umgang mit psychischen Erkrankungen verändert. Während sie lange tabuisiert und stigmatisiert wurden, sprechen heute viele Menschen offener über „Mental Health“ und eigene Erfahrungen – auch auf sozialen Plattformen.
Dort stehen persönliche Erfahrungsberichte, individuelle Einschätzungen und fachliche Informationen oft unmittelbar nebeneinander. Das kann die Einordnung erschweren: Was beschreibt die persönliche Erfahrung eines Menschen? Was lässt sich auf andere übertragen? Und welche Aussagen sind wissenschaftlich gut belegt?
Wir möchten Orientierung geben. Deshalb bieten wir Betroffenen, Angehörigen und Interessierten quellenbasierte und verständliche Informationen zu häufigen psychischen Erkrankungen, ohne zu dramatisieren, zeigen Hilfsangebote auf und verlinken zu geeigneten Anlaufstellen.
Unsere vier Kern-Bereiche
Depressive und bipolare Störungen umfassen unterschiedliche Erkrankungsformen – von einzelnen und wiederkehrenden depressiven Episoden über länger anhaltende Störungen bis zu bipolaren Störungen mit depressiven und manischen oder hypomanischen Phasen.
Angststörungen können sehr unterschiedlich auftreten. Dazu gehören generalisierte Angststörung, Panikstörung und verschiedene Phobien wie Agoraphobie, soziale Angststörung und spezifische Phobien.
Burnout ist nach ICD-11 keine psychische Erkrankung, sondern ein arbeitsbezogenes Phänomen infolge chronischer, nicht erfolgreich bewältigter Belastungen am Arbeitsplatz. Kennzeichnend sind Erschöpfung, zunehmende Distanz zur Arbeit und nachlassende berufliche Leistungsfähigkeit.
Abhängikeitserkrankungen und Verhaltenssüchte umfassen Störungen im Zusammenhang mit Alkohol, Medikamenten und anderen psychoaktiven Substanzen sowie nicht stoffgebundene Abhängigkeiten. Als Verhaltenssüchte führt die ICD-11 insbesondere die Glücksspielstörung und Gaming Disorder auf.
Wie wir arbeiten
Unsere Redaktion arbeitet nach einem dokumentierten Prozess: Themen priorisiert aus Nutzer:innen-Fragen und der Leitlinien-Lage, von Fachautor:innen verfasst und intern geprüft. Alle Quellen sind sichtbar (AWMF, Cochrane, RKI, DGPPN, BZgA), jeder Beitrag trägt ein Aktualisierungsdatum. Die Kliniksuche ist kuratiert, nicht bewertet – Sterne-Ratings vergeben wir bewusst nicht.
Warum sie uns vertrauen können
Verlässlich, unabhängig, sorgfältig
Alles, was Sie hier lesen, wurde von erfahrenen Redakteur:innen recherchiert und mit Quellen versehen. So können Sie Informationen jederzeit nachprüfen.
Quellenbasiert
Jeder Inhalt stützt sich auf offizielle Leitlinien. Die Quellen stehen direkt bei den Texten – überprüfbar.
Aktuell
Jeder Beitrag hat ein Aktualisierungsdatum und wird regelmäßig anhand neuer Leitlinien geprüft.
Unabhängig
Wir trennen redaktionelle Inhalte und Werbung.
Verantwortlich
Auf allen Seiten finden Sie Krisen-Hinweise für den Notfall.
Unsere Inhalte stützen sich auf
- DGPPN
- RKI
- WHO
- BZgA
- AWMF
Häufige Fragen
Häufige Fragen & Antworten
An wen kann ich mich wenden, wenn ich psychische Hilfe brauche?
Bei psychischen Symptomen ist der Hausarzt bzw. der Kinder- und Jugendarzt in der Regel der erste Ansprechpartner. Bei Verdacht auf eine psychische Erkrankung kann er seine Patienten z. B. zur weiteren Diagnostik und Behandlung an einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie überweisen oder einen Akuttermin bei einem Psychotherapeuten vereinbaren. Außerdem kennt er in der Regel lokale Beratungs-, Therapie- und Hilfsangebote vor Ort. Viele Ärzte haben Listen mit Kontaktdaten von niedergelassenen Psychotherapeuten.
Wie bekomme ich einen Termin bei einer Psychotherapeutin?
Für Betroffene einer psychischen Störung ist es manchmal nicht so einfach, einen Termin bei einem Psychotherapeuten zu bekommen. In dringenden Fällen können gesetzlich Versicherte recht kurzfristig einen Termin bei einem Psychotherapeuten über die bundesweiten Terminservicestellen erhalten. Die Terminbuchung kann online, über die 116 117-App oder den Hausarzt bzw. Kinder- und Jugendarzt erfolgen. Die Zahl der Therapie-Termine ist in der Regel allerdings begrenzt und nicht immer ist es möglich, eine reguläre psychotherapeutische Behandlung direkt anzuschließen. Um psychiatrische Notfälle kümmern sich die psychiatrischen Kliniken.
Wie aussagekräftig sind Selbsteinschätzungen im Internet?
Tests auf Basis anerkannter Verfahren wie PHQ-9 oder GAD-7 eignen sich für eine erste Selbsteinschätzung, wenn Sie sie ehrlich beantworten. Sie ersetzen keine fachliche Diagnose, geben aber einen guten Hinweis, ob ein Gespräch mit einer Fachperson sinnvoll ist.
Kostet die Nutzung etwas?
Nein. Alle Informationen, Selbsteinschätzungen und die Kliniksuche sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Wir finanzieren uns über Kooperationen mit gelisteten Kliniken. Redaktionelle Inhalte und Werbung sind klar getrennt.
Woher stammen Ihre Informationen?
Wir arbeiten quellenbasiert und stützen uns auf offizielle Leitlinien und Institutionen wie AWMF, DGPPN, RKI, BZgA und WHO. Die Quellen stehen direkt bei den Inhalten, jeder Beitrag trägt ein Aktualisierungsdatum.
Wo finde ich Notfallnummern für Krisensituationen?
Wir haben für Sie die wichtigsten, bundesweit gültigen Telefonnummern auf einer eigenen Seite zusammengestellt und ergänzen diese nach und nach durch bundeslandspezifische und regionale Hilfsangebote. Grundsätzlich empfiehlt es sich, nicht nur für Betroffene einer psychischen Erkrankung, selbst eine Liste mit Notfallnummern und -kontakten zu erstellen, die im Krisenfall schnell greifbar ist. Dazu gehören neben Ärzten und ggf. Therapeuten auch Freunde, Familie etc.