
Hypochonder / Hypochondrische Störung
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- Der Begriff Hypochonder wird für Menschen verwendet, die unter der Angst leiden, ernsthaft krank zu sein oder zu werden.
- Eine ausgeprägte Krankheitsangst kann die Lebensqualität, das Sozialleben und die Berufsfähigkeit Betroffener enorm beeinträchtigen.
- Die Medizin bezeichnet das Phänomen als hypochondrische Störung – das neueste Diagnosemanual ICD-11 verwendet auch den Begriff Krankheitsangststörung.
- Die Ursachen sind noch nicht gänzlich erforscht. Ungünstige Erfahrungen im Zusammenhang mit Erkrankungen, erlerntes Verhalten sowie ausufernde Online-Recherchen zu Krankheits- und Gesundheitsthemen können die Störung begünstigen.
- Kognitive Verhaltenstherapie gilt als eine bewährte Therapiemethode. Ergänzend können Achtsamkeits- und Entspannungstechniken hilfreich sei.
- Mit entsprechender Therapie kann die Krankheitsangststörung gut behandelt werden und sich zurückbilden.
Wenn die Angst, krank zu sein, krank macht
Bis zu einem gewissen Grad ist die Angst vor Krankheiten und die Sorge um die eigene Gesundheit normal. Wenn die Gedanken allerdings immer stärker und fast zwanghaft um körperliche Beschwerden kreisen und hinter jeder Missempfindung gleich eine schwere Krankheit vermutet wird, kann sich dahinter eine hypochondrische Störung verbergen. Sie ist für Betroffene in der Regel mit einem hohen Leidensdruck verbunden und kann nicht nur die Lebensqualität, sondern in ausgeprägten Fällen auch die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen.
Was ist Hypochondrie?
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Hypochonder und Simulanten oft gleichgesetzt, dabei handelt es sich um ganz unterschiedliche Phänomene: Hypochonder interpretieren körperliche Symptome als Anzeichen einer oder mehrerer ernste Erkrankungen, wohingegen Simulanten Symptome und Beschwerden nur vortäuschen.
Wer von Hypochondrie betroffen ist, beobachtet seinen Körper besonders aufmerksam hinsichtlich vermeintlicher Krankheitssymptome und/oder verbringt viel Zeit mit der Recherche nach Informationen über angenommene Erkrankungen. Findet der Arzt keine körperliche Ursache, trägt das meist nur kurzfristig zur Beruhigung bei und die Patienten glauben weiter, ernsthaft krank zu sein.

Wie viele Menschen sind von Hypochondrie betroffen?
Die Schätzungen, wie viele Erwachsene Krankheitsängste haben, variiert erheblich und reicht von 2,1–13,1 %. Auch Kinder können schon eine hypochondrische Störung entwickeln. Entgegen weit verbreiteten Überzeugungen sind Männer und Frauen ungefähr gleich häufig von Hypochondrie betroffen.1 In den vergangenen 30 Jahren ist die Zahl der Betroffenen deutlich gestiegen – nicht zuletzt auch durch die COVID-19-Pandemie.2

Was sind Hypochondrie-Symptome?
Die Krankheit entwickelt sich meist schleichend. Bis zu welcher Grenze sind Sorgen um die eigene Gesundheit noch normal und wann muss man davon ausgehen, dass man eine Krankheitsangststörung hat? Folgende Aspekte deuten auf eine behandlungsbedürftige Störung hin:3
- Erheblicher Leidensdruck und Beeinträchtigungen in der Lebensführung sowie im Familien, Sozial- und Berufsleben.
- Ständige Sorge / Angst, ernsthaft erkrankt zu sein oder eine potenziell lebensbedrohliche Krankheit zu haben.
- Wiederholtes Überprüfen des Körpers auf Krankheitsanzeichen.
- Aufwendige Recherche zur vermuteten Erkrankung und häufige Inanspruchnahme des Gesundheitssystems oder ausgeprägtes Vermeidungsverhalten.
Welche Faktoren begünstigen Hypochondrie?
Aus medizinischer Sicht gibt es eine Vielzahl von (teils gut untersuchten) Annahmen hinsichtlich potenzieller Ursachen und Auslöser der Krankheitsangststörung, wenngleich hier noch Forschungsbedarf besteht.4, 5
- Überzeugung, mit einer ernsten Erkrankung nicht umgehen zu können
- Fehldeutung von Körperempfindungen – normale Körperempfindungen können als unangenehm wahrgenommen werden
- Übermäßige Überprüfung von Gesundheitsparametern, z. B. Blutdruckmessung
- Bestehende Angststörung
- Gering ausgeprägte Unsicherheitstoleranz
- Gesundheitsbezogene Grübelneigung
- Ausgeprägte Beschäftigung mit gesundheitsbezogenen Inhalten im Internet (Cyberchondrie)
- Aufwachsen in einer Familie mit Gesundheitsängsten (Lernerfahrungen und Vererbung von Angst vor Krankheiten)
- Durchleben einer ernsten Erkrankung oder Miterleben von schweren Erkrankungen bei Eltern oder Geschwistern
- Kein Vertrauen in die Kompetenzen des Gesundheitssystems

Wie entwickelt sich eine Krankheitsangststörung?
Es gibt zwei Erklärungsansätze für die Entstehung der hypochondrischen Störung: das gut untersuchte kognitiv-verhaltenstherapeutische Modell, das Hypochondrie als Ergebnis einer fehlgeleiteten gedanklichen Verarbeitung versteht, und den noch weniger gut untersuchten Erklärungsansatz des interpersonellen Modells, das ungünstige Bindungserfahrungen als Ursache einer hypochondrischen Störung versteht.6
Dieser Erklärungsansatz geht davon aus, dass Menschen mit Krankheitsangst ihre Körperempfindungen eher als Anzeichen einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung deuten. Die Beschwerden sind dabei nicht zwangsläufig eingebildet, sondern meist real vorhanden. Entscheidend ist ihre Bewertung als bedrohlich. Um mit der Angst umzugehen, suchen viele Betroffene wiederholt nach Beruhigung, kontrollieren ihren Körper sehr genau, recherchieren Symptome im Internet oder aber sie vermeiden es, zum Arzt zu gehen und sich mit Krankheitsthemen auseinanderzusetzen. Diese Strategien können kurzfristig entlasten, tragen langfristig aber dazu bei, die Angst aufrechtzuerhalten. Neue Untersuchungen zeigen auch, dass Onlinerecherche Krankheitsängste befeuern kann.7
Das interpersonelle Erklärungsmodell der Gesundheitsangst sieht deren Ursache stärker in zwischenmenschlichen Erfahrungen. Danach können unsichere Bindungsmuster dazu beitragen, dass Menschen bei Krankheitsängsten besonders stark nach Beruhigung, Bestätigung und Nähe suchen. Beschwerden und Gesundheitsängste werden dann nicht nur innerpsychisch verarbeitet, sondern auch über Beziehungen reguliert. Das Modell ist plausibel und durch einzelne Studien gestützt, bisher aber weniger umfassend untersucht als kognitiv-verhaltensbezogene Erklärungsansätze.
Wie erfolgt die Diagnose „hypochondrische Störung“?
Am Anfang stehen ein ausführliches ärztliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung und eine gezielte medizinische Basisabklärung. Weitere Untersuchungen erfolgen nur, wenn sie medizinisch sinnvoll sind. Gleichzeitig wird erfasst, wie stark die Sorge vor einer schweren Erkrankung ausgeprägt ist, ob harmlose Körperempfindungen bedrohlich bewertet werden und ob typisches Kontroll-, Rückversicherungs- oder Vermeidungsverhalten vorliegt.
Die wichtigste Grundlage ist die klinische Diagnostik durch Gespräch, Anamnese und Differenzialdiagnostik. Ergänzend können strukturierte Interviews und Fragebögen eingesetzt werden, um die Angst vor schweren Erkrankungen genauer zu erfassen und den Verlauf zu beurteilen. Solche Instrumente unterstützen die Einschätzung, ersetzen aber nicht die fachliche Gesamtbeurteilung. Die Leitlinien empfiehlt Ärzten eine gestufte, zurückhaltende Diagnostik mit somatischer und psychischer Einschätzung.8
Wie wird eine Hypochondrie behandelt?
Wenn die Sorge um die eigene Gesundheit sehr viel Raum einnimmt, kann das den Alltag stark belasten. Die gute Nachricht ist, dass es heute verschiedene Behandlungsansätze gibt, die Menschen mit Krankheitsangst gezielt unterstützen können. Welche Form geeignet ist, hängt unter anderem von der Ausprägung der Beschwerden, den persönlichen Bedürfnissen und der individuellen Versorgungssituation ab. Eingesetzt werden u. a. folgende Verfahren:9
Die KVT gilt als die am besten untersuchte psychotherapeutische Behandlung bei Krankheitsangststörungen. Sie setzt an belastenden Gedanken, der Bewertung von Körperempfindungen und ungünstigen Verhaltensmustern an. Ziel ist es, harmlose oder unspezifische Beschwerden nicht vorschnell als Hinweis auf eine schwere Erkrankung zu interpretieren und Verhaltensweisen zu verändern, die die Angst aufrechterhalten. Dazu gehören etwa häufiges Kontrollieren des Körpers, wiederholte Rückversicherung oder ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Ein weiterer Bestandteil ist die Rückfallprophylaxe.
Kognitive Verhaltenstherapie kann auch online durchgeführt werden, zum Beispiel über internetbasierte Programme oder digital begleitete Behandlungsangebote. Solche Formate können den Zugang zur Behandlung erleichtern und haben sich in Studien ebenfalls als wirksam gezeigt. Sie stellen daher eine sinnvolle Option dar, insbesondere wenn eine Behandlung vor Ort nur eingeschränkt möglich ist.
Auch achtsamkeitsbasierte Verfahren können bei Krankheitsangst hilfreich sein. Dazu zählen unter anderem achtsamkeitsbasierte kognitive Therapien und Ansätze aus der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Diese Verfahren zielen darauf ab, belastende Gedanken und Körperempfindungen wahrzunehmen, ohne sie unmittelbar als bedrohlich zu bewerten oder sich auf sie zu fokussieren. Achtsamkeitsbasierte Verfahren können dabei unterstützen, Vermeidungsverhalten zu reduzieren und den Umgang mit innerer Anspannung zu verbessern. Die bisherige Studienlage ist positiv, insgesamt aber weniger umfangreich als bei der Kognitiven Verhaltenstherapie.
Auch medikamentöse Behandlungen wurden untersucht, vor allem mit bestimmten Antidepressiva. Die bisherige Datenlage ist jedoch deutlich begrenzter als bei psychotherapeutischen Verfahren. Medikamente kommen daher nur im Einzelfall, z. B. bei parallel bestehenden Angststörungen oder Depressionen als ergänzende Maßnahme in Betracht.
Im Rahmen der Behandlung können körperbezogene Angebote wie Meditation, Yoga, progressive Muskelentspannung oder Sporttherapie dabei helfen, die eigene Körperwahrnehmung zu verbessern. Gleichzeitig können diese Aktivitäten dazu beitragen, Stress abzubauen sowie Ängste und Anspannung zu reduzieren.

Was können Betroffene selbst tun?
Wenn die Sorge um die Gesundheit immer mehr Zeit einnimmt, der Körper wiederholt kontrolliert wird, häufig nach Beruhigung gesucht wird oder Alltag, Schlaf, Arbeit und soziale Kontakte darunter leiden, spricht das dafür, dass aus normalen Gesundheitssorgen eine behandlungsbedürftige Krankheitsangst werden kann.
In einem ersten Schritt kann es helfen, diese Muster bewusst wahrzunehmen und zum Beispiel die Zeit für Symptomrecherche, Körperchecks oder Rückversicherungen schrittweise zu begrenzen. Auch Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen sowie die langsame Rückkehr zu vermiedenen Alltagsaktivitäten können unterstützen. Reichen diese Maßnahmen nicht aus oder ist der Leidensdruck hoch, ist eine professionelle Behandlung sinnvoll.
Wie können Angehörige und Freunde unterstützen?
Die Sorgen und Ängste von Betroffenen können für Außenstehende bisweilen regelrecht absurde Ausmaße annehmen, trotzdem sollten „Hypochonder“ ernst genommen werden. Wichtig ist, die Ängste nicht ungewollt zu verstärken, etwa durch ständige Rückversicherung, gemeinsames Kontrollieren von Symptomen oder das Abnehmen aller angstbesetzten Situationen. Hilfreicher sind ein verständnisvoller Umgang, die Ermutigung, den Alltag möglichst normal weiterzuführen und der Hinweis auf gute Behandlungsmöglichkeiten, wenn man an einer somatoformen Störung oder einer hypochondrischen Störung erkrankt ist.

Hilfe bei der Behandlung von Angststörungen finden
Ob Agoraphobie, Klaustrophobie oder generalisierte Angststörung – für Patienten mit einer Angsterkrankung gibt es viele Anlaufstellen, bei denen sie ausführlich beraten werden oder direkt eine Behandlung beginnen können. Dazu gehören:
Erste Anlaufstelle
Hausärztin / Hausarzt
- Erste Anlaufstelle bei psychischen Problemen
- Ausschluss körperlicher Ursachen
- Ausstellung von Vermittlungscodes für Facharztüberweisung
Therapeuten
Psychotherapeut:in
Über die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Bundesvereinigung können gesetzlich versicherte Patient:innen einen Termin für ein Erstgespräch beim Psychotherapeuten vereinbaren. Der Therapeut kann eine erste Einschätzung vornehmen, ob eine zeitnahe Akutbehandlung erforderlich ist oder eine ambulante Psychotherapie.
Ärzte
Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie
Zeitnahe Termine für Diagnostik und Behandlung können gesetzlich Versicherte mittels Vermittlungscode vom Hausarzt über die Terminservicestelle buchen.
Ambulanzen, Akut, Reha
Kliniken
Wenn eine ambulante Therapie nicht ausreicht, um die Angststörung zu behandeln, kann ein Klinikaufenthalt sinnvoll sein. Behandlungsmöglichkeiten, je nach Klinik:
- Angstambulanzen
- Teilstationär oder vollstationär
- Akutkliniken oder Rehakliniken
Alltag
Selbsthilfe
- Lokale Suche über Selbsthilfebüros oder über NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen).
Deutsche Angst-Hilfe e. V.
Aktivitäten, Online-Selbsthilfegruppen, Gruppensuche, Webinare, telefonische Unterstützung
Beratung
Chat, E-Mail, Telefon
- Telefonseelsorge
- Nummer gegen Kummer
- Jugend Notmail (bis 19 Jahre)
- bke-Jugendberatung (14 bis 21 Jahre)
- B2gether (16 bis 25 Jahre)
- Krisenchat (bis 24 Jahre)
Häufige Fragen zum Thema „Hypochonder“
Ist der Begriff „Hypochonder“ abwertend?
Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff „Hypochonder“ oft genutzt, um auszudrücken, dass sich jemand seine Symptome nur einbildet oder vortäuscht. Wer als „Hypochonder“ bezeichnet wird, fühlt sich mit seinen Beschwerden also nicht ernstgenommen oder als Simulant verunglimpft. Dies kann den Leidensdruck verschärfen. Hypochondrie beeinflusst nicht nur die Lebensqualität, sondern kann auch zu einer erhöhten Mortalitätsrate führen, wie eine schwedische Studie zeigt.10
Welche Körperbeschwerden werden von Hypochondern häufig fehlgedeutet?
Für Hypochondrie gibt es keine Liste typischer körperlicher Symptome. Auslöser können unterschiedliche, oft reale Körperempfindungen sein. Entscheidend ist nicht, welches Symptom auftritt, sondern dass es als Hinweis auf eine schwere, fortschreitende oder lebensbedrohliche körperliche Erkrankung fehlinterpretiert wird. Mitunter werden selbst kleine Auffälligkeiten als Anzeichen einer schweren Erkrankung wie Krebs oder als medizinischer Notfall, z. B. Herzinfarkt, gedeutet. Fehlgedeutete Körperempfindungen, sind zum Beispiel:
- Schmerzen in verschiedenen Körperregionen, etwa im Bauch, Rücken oder in den Gelenken
- Herzklopfen, Herzrasen oder Herzstolpern
- Kurzatmigkeit oder das Gefühl, nicht ausreichend Luft zu bekommen
- Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung
- Kribbeln, Taubheitsgefühle oder andere Missempfindungen in Händen oder Füßen
Kann eine Krankheitsangststörung die Lebenserwartung beeinflussen?
Aktuelle Studiendaten deuten darauf hin, dass Menschen mit der Diagnose Hypochondrie ein höheres Sterberisiko haben können als Menschen ohne diese Störung. Beobachtet wurde dies sowohl für natürliche Todesursachen wie auch für Suizid.11 Als Ursachen werden unter anderem psychische Begleiterkrankungen, chronische Belastung, problematisches Gesundheitsverhalten und Versorgungsprobleme diskutiert. Umso wichtiger ist es, die Angst ernst zu nehmen und frühzeitig fachlich abklären und behandeln zu lassen.
Haben Hypochonder eine Angststörung?
Auch wenn die hypochondrische Störung mit ausgeprägten Ängsten einhergeht, wird sie nicht den Angststörungen zugeordnet. Im Diagnosemanual ICD-10 wird die hypochondrische Störung noch den somatoformen Störungen zugeordnet. Die neueste Version, das ICD-11, ordnet die Krankheitsangststörung der Gruppe der Zwangsstörung und verwandten Störungen zu. Auf den ersten Blick dominiert war die ausgeprägte Angst vor einer schweren Erkrankung, diagnostisch sind jedoch vor allem die anhaltende (zwanghafte) gedankliche Beschäftigung mit Krankheit sowie Kontroll-, Rückversicherungs- oder Vermeidungsverhaltensweisen relevant.12
Sind Hypochonder depressiv?
Nicht zwangsläufig. Depressionen können bei Hypochondrie als Begleiterkrankung auftreten, sie gehören aber nicht zwingend zum Krankheitsbild. Häufig sind auch andere Angststörungen zusätzlich vorhanden. Wichtig ist, dass Krankheitsangststörung und Depression zwei unterschiedliche psychische Erkrankungen sind, die einzeln erkannt und bei Bedarf gemeinsam behandelt werden sollten.
Ist Hypochondrie heilbar?
Hypochondrie ist in der Regel gut behandelbar, auch wenn sie nicht bei allen Patientinnen und Patienten vollständig verschwindet. Viele Menschen erleben durch eine passende Therapie eine deutliche Besserung. Sie lernen, Krankheitsängste besser einzuordnen und Rückfälle früher zu erkennen. Besonders gut untersucht ist die kognitive Verhaltenstherapie.